ein Tag im Wald

Ein Tag im Wald

Ein Sommertag

Wenn die Kinder bei strahlendem Sonnenschein morgens um 8:00 auf die Fuchswiese kommen, hören sie ein fröhliches Vogelkonzert, die Luft ist warm und riecht so herrlich frisch, das Gras ist noch feucht. Auf unserer Wiese gibt es im Frühsommer Kirschen, auf dem Gemüsebeet allerlei Gemüsesorten zum ernten und knabbern. Die Kinder spielen im Sandkasten mit Wasser, Blüten, Gräser und Hölzern. Kurz vor 9:00 Uhr gehen wir mit Rucksack und Bollerwagen zu unserem Treffpunkt und holen die restliche Kinder ab. Wir steuern danach einen unserer vielen Waldplätze an. Unterwegs beobachten die Kinder viele interessante Naturspiele. Eine Raupe hängt an einem Faden. Die Blumenblüten sind noch alle geschlossen, erst wenn es richtig sonnig wird gehen sie auf. Wir finden viel Johanniskraut zum mitnehmen. Da rennt eine Maus um die Ecke. Plötzlich klopft der Specht und der Kuckuck ruft. Eine Spinne hat sich ein Netz zwischen zwei Grashalmen gesponnen und liegt auf der Lauer, um Beute zu machen. Da hüpft eine kleine Kröte. Die Kinder rufen „Sie kommt von dem Teich bei uns“. Wir beobachten dort den Werdegang der Kröten und Frösche. Nun sind wir angekommen. Alle Kinder freuen sich im Wald an ihre Lieblingsstelle zu springen um dort zu spielen. Nach dem Händewaschen wird der Morgenkreis gemacht. Wir spielen, singen und besprechen die neuesten Dinge in Sachen Natur. Anschließend sitzen wir im Vesperkreis und lassen es uns schmecken. Frische Luft macht uns hungrig! Wenn es sehr heiß wird, gehen wir wieder zurück an die Fuchswiese. Da haben wir morgens das Planschbecken mit Wasser gefüllt und springen dann hinein und kühlen uns ab. Im Sommer haben wir uneingeschränkte Möglichkeiten mit den Kindern den Wald spielerisch zu erforschen. Oft sitzen wir auch an einem kühlen Platz im Wald und hören schöne Geschichten. Nach einem rituellen Abschlusskreis ist unser Sommertag im Waldkindergarten zu Ende.

Regentag bei 0 Grad

Die Welt ist grau in grau und der Himmel ist bedeckt, es nieselt. Schon am Treffpunkt bekommen wir den ersten kräftigen Regenschauer zu spüren. Gehör und Sicht sind eingeschränkt durch zusätzliche Regenkapuzen. Nach und nach wird die Kleidung klamm und die Kälte beginnt in die Knochen zu kriechen. Der Wald bietet wenig Schutz durch das fehlende Blätterdach. Unbeeindruckt von dem Wetter haben die Kinder und wir unseren Spaß. Die Kinder spielen an Wurzeln mit Erde, springen in Pfützen und matschen ausgiebig. Mit der Zeit verwandeln sie sich in braune Lehmmännchen mit durchnässten Handschuhen. An solchen Tagen erinnern sich die Kinder oft an unsere Fang- und Bewegungsspiele. Im Morgenkreis singen wir Regenlieder oder rufen die Sonne herbei. Bei diesem Wetter sind die Aufwärmphase im Fuchsbau und die Zeit im Trockenen sehr wichtig. Zufrieden beschließen wir solch einen Tag mit unserem Abschlusskreis in dem Bewusstsein, ihn gemeinsam zu einem bleibenden Erlebnis gemacht zu haben.

Winterwetter

Die Frühgruppenkinder kommen ab 8:00 Uhr auf die Fuchswiese. Je nach Lust und Laune rutschen sie auf dem Hügel oder den vereisten Pfützen herum. Einzelne kuscheln sich in den Fuchsbau mit einem Bilderbuch. Kurz vor 9:00 Uhr werden am Treffpunkt die übrigen Kinder abgeholt. Gemeinsam laufen wir dann einen unserer Plätze an. Bis zum Morgenkreis gegen 10:00 Uhr spielen die Kinder auf der Wiese. Es entstehen die unterschiedlichsten Gruppierungen. Es wird geklettert, gerannt, beobachtet und gebaut. Sehr gerne verweilen sich die Kinder bei Rollen- und Bewegungsspielen. Im Morgenkreis wärmen wir uns zunächst mit grobmotorischen Sing- und Bewegungsspielen auf. Anschließend führen wir kleine Gespräche über das was die Kinder bewegt, greifen dabei situationsbedingt Themen wie das Wetter, die Tiere im Winter, usw. auf. Zum Frühstück laufen wir zum Fuchsbau zurück. Nun helfen wir den Kindern beim Ausziehen und sortieren der Kleidung (Mütze, Handschuhe, Schal, Regenjacke, Jacke, Pulli). Die Handschuhe werden zum Trocknen auf die Heizung gelegt. Nachdem jedes Kind einen Platz gefunden und sein Frühstück ausgepackt hat essen wir alle gemeinsam. Diese Phase dient neben dem Essen auch dem Aufwärmen, es sich behaglich machen, sich zusammen zu kuscheln, wenn es draußen kalt ist. Das wird von uns allen genossen und bewusst lang (ca. 1 Stunde) ausgedehnt. Sowie die Kinder ihr Frühstück aufgegessen und ihren Platz sauber gemacht haben, bedienen sie sich selbst aus dem Bücherregal. Anschließend sind wir wieder beim Anziehen der Pullis, Jacken, Regenjacken, Mützen und Schals und der gewärmten Handschuhe behilflich. Damit sind wir ca. eine halbe Stunde beschäftigt. Nachdem jedes Kind seinen Rucksack gefunden und angezogen hat, verbringen wir die noch verbliebene Zeit im Wald. Wir beenden den Morgen mit unserem Abschlusskreis und gehen gemeinsam gegen 12:30 Uhr zum Treffpunkt.
Bis 14 Uhr verbringen wir nochmal gemeinsam die Zeit in der Spätgruppe.